Wirtschaftlichkeit


Förderprogramme für Elektromobilität

Förderprogramme Elektromobilität

Im Zuge der vom Koalitionsausschuss ins Leben gerufenen Konzertierten Aktion Mobilität, in der Vertreter aus Automobilwirtschaft, Gewerkschaften und Politik zusammenkommen, wurde am 4. November 2019 beschlossen, dass die Kaufprämie für Elektroautos erhöht und bis Ende 2025 verlängert wird. Bis 2025 werden weitere 650.000 bis 700.000 Elektrofahrzeuge gefördert. Zusätzlich sollen in den nächsten zwei Jahren 50.000 neue Ladestationen entstehen. Die Anschaffung gewerblich genutzter Fahrzeuge mit Elektro- und Hybridantrieb wird von der KfW durch günstige Kredite gefördert. Nachfolgend finden Sie alle Informationen rund um die Förderung von Elektroautos.

Förderanspruch

Das Fördervolumen wird zu 50 Prozent vom Bund und zu 50 Prozent von den Automobilherstellern getragen. Befristet ist die Förderung beim Elektroauto in Deutschland auf den 31. Dezember 2025. Ist allerdings das komplette Budget bereits vorher beansprucht worden, endet sie entsprechend früher. Förderberichtigt sind:

  • Gewerbetreibende/Unternehmen
  • Gemeinnützige Organisationen
  • Privatpersonen

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Förderhöhe

  • Förderung von reinen Elektroautos (BEV): 9.000 Euro*
  • Förderung von Plug-in-Hybriden (PHEV): 7.500 Euro*

(*Bei einem Netto-Listenpreis zwischen 40.000 und 65.000 Euro soll der Zuschuss für ein BEV bei 6.750 Euro und für ein PHEV bei 5.625 Euro liegen.)

Hinweis: Im besten Fall wird dem E-Autokäufer direkt beim Händler die gesamte Fördersumme von der Rechnung abgezogen. Alternativ berechnet der Händler ausschließlich die Förderung seitens des Automobilherstellers und der Käufer muss die zweite Hälfte der Förderung bei der BAFA beantragen. Weitere Informationen zur BAFA-Förderung finden Sie hier.

Geldwerter Vorteil bei Elektro- und Hybridfahrzeugen

Im Koalitionsvertrag wurde ein reduzierter Satz bei der Dienstwagenbesteuerung vereinbart. Ein Arbeitnehmer, der seinen Firmenwagen privat nutzt, muss monatlich ein Prozent des Listenpreises als sogenannten geldwerten Vorteil versteuern. Für Elektro- und Hybridfahrzeuge wurde diese Versteuerung auf ein Prozent des halben Listenpreises pro Monat reduziert. Diese Regelung wird bis 2030 verlängert.

Nachhaltige Entwicklung von Stadt und Umland (NESUR)

Das Land Brandenburg fördert mit Unterstützung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) Maßnahmen zur nachhaltigen Entwicklung von Städten und ihrem Umland. So werden unter anderem Maßnahmen im Bereich Mobilität und Energie unterstützt. Antragsberechtigte sind ausschließlich Partner einer Kooperation, die im Stadt-Umland-Wettbewerb (SUW) ausgewählt wurden, wobei der Stadt-Umland-Wettbewerb abgeschlossen ist. Zuwendungsempfänger können Gebietskörperschaften, Ämter, Zweckverbände, Träger der öffentlichen Infrastruktur, freie Schulträger von genehmigten Ersatzschulen, Unternehmen sowie sonstige juristische Personen des öffentlichen und privaten Rechts sein. Die Förderung erfolgt in Form eines Zuschusses und beträgt in der Regel bis zu 80% der zuwendungsfähigen Ausgaben bzw. Kosten. Die Bagatellgrenze liegt bei einem Zuschuss von mindestens 5.000 EUR, bei Vorhaben nach den besonderen Bestimmungen für KMU 50% der zuwendungsfähigen Ausgaben, wobei der Zuschuss mindestens 3.000 EUR betragen muss.

Förderung von Ladeinfrastruktur

  • Ladepunkte bis 22 kW: bis zu 2.500 Euro
  • Schnellladesäulen: bis zu 30.000 Euro

Hinweis: Das Gesamtfördervolumen für die Ladeinfrastruktur für Elektroautos beträgt 300 Millionen Euro. Die Förderung ist auf öffentlich zugängliche Ladesäulen sowie auf max. 40 Prozent (bei Schnellladesäulen max. 50 Prozent) der Anschaffungskosten inkl. Montage und Netzanschluss beschränkt. Beachtet werden muss hier, dass der Aufbau der Ladestation nicht vor Bewilligung der Förderung beginnen darf.

Das BMVI hat im Rahmen des Bundesprogrammes Ladeinfrastruktur bereits 3 Förderaufrufe gestartet, in denen mehr als 4.000 Anträge auf Förderung eingegangen sind. Am 19. August 2019 wurde der 4. Förderaufruf gestartet, der weitere 10.000 Normal- und Schnellladepunkte fördern, sollte. Die Antragsphase für diesen wurde am 30.10.2019 beendet und derzeit liegen keine Informationen zu nachfolgenden Förderaufrufen vor.

Förderprogramm der KfW

Die Kreditbank für Wiederaufbau (KfW) fördert Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, freiberuflich Tätige und weitere Gewerbetreibende mit Krediten bis zu 10 Millionen Euro. Mit einem günstigen Kredit wird die Anschaffung von gewerblich genutzten Fahrzeugen mit Elektro- oder Hybridantrieb (sofern deren CO2-Emissionen 50 g pro Kilometer nicht übersteigen oder deren elektrische Reichweite mindestens 40 km beträgt) gefördert.

Weitere Informationen finden Sie hier

Kfz-Steuerbefreiung

Für Elektroautos existiert eine Kfz-Steuerbefreiung für die Dauer von zehn Jahren. Dies gilt für alle Neuzulassungen von Mai 2011 bis Dezember 2020.

Steuerfreies Laden am Arbeitsplatz

Seit Ende 2016 profitieren Elektroautofahrer von einer weiteren steuerlichen Vergünstigung. Arbeitnehmer, die ihr Elektroauto am Arbeitsplatz aufladen, müssen keine Steuern mehr zahlen. Die Strombetankung wird nicht als „geldwerter Vorteil“ versteuert. Diese Regelung bezieht sowohl Privat-Autos, als auch privat genutzte Dienstwagen und S-Pedelecs ein. Auch im Bereich der Ladevorrichtung können Arbeitgeber ihre Angestellten unterstützen: Stellt dieser eine Ladestation zum Aufladen eines Elektrofahrzeugs unentgeltlich bzw. vergünstigt zur Verfügung (sinngemäß als Verleihen zu verstehen), fallen dafür keine Steuern für den Arbeitnehmer an. Anders verhält es sich allerdings, wenn der Arbeitgeber die Ladeeinrichtung übereignet (sinngemäß als Verschenken zu verstehen): Das zählt wiederum geldwerter Vorteil, weshalb dann pauschal 25 Prozent Steuern zzgl. Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag auf den Wert der übereigneten Ladeeinrichtung fällig werden. Bisher waren diese beiden Maßnahmen bis Ende 2020 befristet, werden aber nun bis Ende 2030 verlängert.